© litteraturverlag roland hoffmann 2011-12 Jens Smærup Sørensen ist ein großartiger Erzähler, der den Leser gern an der Nase herum- führt. Es beginnt immer völlig harmlos: Es kommen Menschen zu Wort, die, ausgehend von ihrer jetzigen Lebenssituation, vom entscheiden- den Wendepunkt in ihrem Leben erzählen. Diese Wendepunkte sind für die Figuren wie plötzlich auftauchende Wendebojen beim Segeln - eine kleine, oftmals zufällige Bewegung genügt, und schon lenkt der Wind sie von ihrer vorgezeichneten Bahn ab. Dies geschieht plötzlich und unerwartet. Die Geschichten kippen und zeigen Menschen voll Neid und Missgunst und dem Wunsch, andere tot zu sehen. Ein echtes Lesevergnügen! Eine kleine Kostprobe erhalten Sie, wenn Sie das Buch anklicken Jens Smærup Sørensen „Welches Gehör, welche Erotik, welche Lust zu töten. Dänische Literatur in Exportklasse A.“ Weekendavisen „Brief eines Seelenverkäufers ist gespickt mit künstlerisch scharf geschliffenen Dia- manten, deren Berührung schmerzt ... Es kocht und brodelt wie in einem schwe- lenden Vulkan ... nichts Geringeres als ein meisterhaftes Buch.“ Politiken Jens Smærup Sørensen Brief eines Seelenverkäufers Erzählungen 224 Seiten ISBN 978-3-940331-05-2 € 19,90 Dieses Buch bestellen Jens Smærup Sørensen (*1946) hat eine große Anzahl von Romanen und Erzählungsbänden veröffentlicht und war etliche Jahre Hausdramatiker am Theater in Århus. In seinem Schaffen setzt er sich mit gesellschaftlichen Ent- wicklungen und Phänomenen im heutigen Dänemark auseinander. Im Mittelpunkt steht häufig das Aufeinanderprallen einer bäuerlich geprägten Gesellschaft mit ihren traditionellen Werten und dem modernen Individuum, das nach Karriere, materiellem Erfolg und Anerkennung strebt. Zweimal wurde Jens Smærup Sørensen bereits für den Literatur preis des Nordischen Rates nomi niert: 1993 für den Erzählband „Brief eines Seelenverkäufers“ und 2007 für den Roman „Mærkedage“ (Gedenktage). „Das ironische Spiel mit der Rolle des Erzählers ist das Hauptkennzeichen von Smærup Sørensens Erzählungen, deren umständlicher Stil zur durchdachten Parodie wird. Indem seine Helden einem anderen schreiben, schreiben sie über sich selbst: überhebliche Machtmenschen, denen irgendwann aufgeht, dass sie keine Macht mehr haben und den Leuten auf die Nerven fallen.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung