© litteraturverlag roland hoffmann 2011-12 Der Schriftsteller Guðjón Ólafsson wacht im Krankenhaus auf, ohne Sprache und ohne Erinnerung daran, wie und warum er dorthin gekommen ist. Sein Vater hilft ihm, den Weg zurück in die Wirklichkeit zu finden, doch um welche Wirklichkeit geht es eigentlich? Allmählich gewinnt Guðjón seine Sprache wieder und findet heraus, dass Helena, die ihm sein Vater als seine Freundin vorstellt, und er am europäischen Kernforschungszentrum CERN in der Schweiz einem durch Medikamente unterstützten Experiment unterzogen worden sind, bei dem es um Zeitreisen in die Vergangenheit ging. Hermann Stefánssons Roman bewegt sich zwischen Quanten­mechanik und Weltgeschichte, ist spannend wie ein Thriller und dennoch witzig und skurril. Der Roman löst die gewöhnlichen Perspektiven auf und setzt sie auf überraschende Weise neu zusammen, als wäre er selbst eines der seltsamen Quantenteilchen, für die Zeit und Raum etwas ganz anderes sind. Sie werden Ihre Lachmuskeln ebenso benötigen wie ihre Fingermuskeln: Denn Sie wollen unbedingt wissen, wie der Roman endet. Und das Ende wird Sie wirklich überraschen. Hermann Stefánsson Hermann Stefánsson Guðjón Ólafssons Zeitreise als Laborratte Roman. Aus dem Isländischen von Richard Kölbl 256 Seiten. ISBN 978-3-940331-07-6 € 24,90 Dieses Buch bestellen (*1968 in Reykjavík) studierte islän- dische Philologie und vergleichende Literaturwissen- schaft in Spanien und Island. Er schreibt Kurz- geschichten, Romane, Zeitungsartikel und wissenschaft- liche Aufsätze und übersetzt Literatur aus dem Spanischen, Galizischen und Englischen ins Isländische. Außerdem ist er Musiker, und erschreibt die Songs und Texte für sich und seine Band. „ ... eine Geschichte [...], die so anders ist, so besonders, so faszinierend, das es kaum passende Worte zu geben scheint, um dieses Werk wirklich gebührend zu würdigen. Kein einfacher Roman, aber in meinen Augen ein wahrer Diamant, der all jene, die sich die Zeit nehmen um in Guðjóns Welt einzutauchen, mit auf eine unvergessliche Reise nimmt.“ zwischendenseiten.wordpress.com „ ... ein einmaliges Buch, welches dem Leser das einzigartige Ereignis einer parallelen Erfahrungsreise in seine ganz persönliche Gedankenwelt garantiert. Hier wird Lesen zur Erfahrung, das Buch zum Experiment und Erlebnis zugleich.“ vernier.over-blog..de „Der Übersetzer Richard Kölbl schafft es, sowohl wissenschaftliche Sprache als auch kulturelle Anspielungen ebenso wie die Sprachspielereien – ja zu Beginn auch einfach Sprachfetzen zu nennen, die unter anderem die Tatsache illustrieren, dass Guðjón Ólafssons Sprachzentrum durch den Unfall gelitten hat – mit einer Leichtigkeit ins Deutsche zu übertragen, die einen vergessen lässt, dass es sich nicht um einen Originaltext handelt. [...] In der Kritik wird [...] ganz zu Recht, die Qualität des “avantgardistischen Werkes” in der isländischen wie auch “egozentrischen Literatur” und damit verbunden Hermann Stefánssons feiner Sinn für Humor einhellig gelobt.“ blog.hillvalley.de